<   >
13-zauberwald-101.jpg
1 / 1
13-zauberwald-101.jpg

Zauberwald —

Öffentlicher Raum | Geladener Wettbewerb 2013, 2. Preis

Geladener Wettbewerb: Märchengrottenbahn Grazer Schloßberg | Ort: Graz, AT | Clients: Frida & Fred | Architekten: Janser, Castorina, Koller | Visual: Castorina

Der Grazer Schloßberg mit seinem geheimnisvollen Stollensystem gilt als Juwel der Stadt. Einer dieser Stollen beherbergt die Märchengrottenbahn, die seit Jahrzehnten Kinder und Erwachsene anzieht und fasziniert. Der Gedanke an Märchen weckt Assoziationen. Der Wald gilt als eine Metapher für Sehnsuchtslandschaften. Kaum ein Märchen, in dem kein Wald vorkommt. So auch in der Geschichte die wir erzählen wollen. 
 
Die Geschichte vom Zauberwald!
Der neu gestaltete Warte- und Infobereich schickt die Kinder und Besucher auf eine Reise vor der Reise. Schon beim Betreten des Tunnels sieht man das violette Licht entfernt leuchten und wird magisch von ihm angezogen. Am Kassa(knusper)häuschen vorbei – hier wohnt der Wächter des Waldes - sieht man den Zauberwald schließlich in voller Pracht. Das Licht bricht durch die Bäume, wirft Schatten und erinnert an eine Lichtung im Wald, in der die Sonne es gerade durch die dichte Blätterkrone geschafft hat. Die Kinder wagen sich in den Wald. Was gibt es dort nicht alles zu entdecken! 
Baumstämme - die RIESEN - spannen den Raum auf, bilden unterschiedliche Situationen. Ganz anders ist es, wenn man am Wald vorbei spaziert oder wenn man ihn durchquert. Da gibt es auch Hohlstämme - die ZWERGE. Sie leuchten wie schöne Vitrinen! In den Zwergen lassen sich Infomaterial, Souvenirs aber auch Geschichten und Abenteuer entdecken. Ein Brunnen, dem man seine Wünsche erzählen kann. In einem kann man in einen unendlichen Schacht blicken! Und hast du die Spirale gesehen, die einen hinein zu ziehen scheint? So viel Abenteuer macht müde. Gut, dass es Sitzstämme - die GNOME - gibt. Schnell aufgeklappt und den Schulrucksack darin verstaut um dann mit meinen besten Freunden den gemütlichen Sitzplatz zu teilen. Da hört man auch schon den Wächter des Waldes kommen. Jedem einen Sticker auf die Brust geklebt, als Zeichen für das erste bestandene Abenteuer. 
Da kommt auch schon die Bahn im gleichen schönen Brombeerviolett. Die Reise geht weiter!

Materialität
Der Wald wird aus einem homogenen, haptisch ansprechenden, jedoch widerstandsfähigen Material hergestellt. 
Getischlerte Unterkonstruktionen werden mit einem entsprechenden Material (PU-Beschichtung, Kautschuk) umhüllt. 
Farblich werden alle Elemente an die neue Farbe der Märchengrottenbahn angepasst um deren thematischen Zusammenhang unmittelbar spürbar zu machen.
 
Licht und Projektion
Indirektes Licht inszeniert den Charakter des Waldes, mit seinem differenzierten Licht-Schatten-Spiel und verstärkt zudem die besondere Stollenatmosphäre des Berges. Die Hohlstämme (Zwerge) dienen zusätzlich als Lichtspots.Eine Projektion an der Gewölbedecke spielt mit einer anderen Form des abstrahierten Waldes. Zweige und Blätter lassen den Blick nach oben schweifen.
 
Akustik
Eine Geräuschkulisse lässt weitere Assoziationen zum Thema Wald aufkommen. Blätterrauschen, Vogelgezwitscher und knarrende Äste die sich im Wind wiegen sind zu hören.